How to cope with Dope
August 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhaltenHalluzinationen. Rote Glüsen. Erweiterte Pupillen. Durst. Oder auch hemmungsloses Nackt-Tanzen. Wollten Sie schon immer mal wissen, welche (Neben-)Wirkungen Drogen auf Ihre Wahrnehmung haben? Trauen sich aber – selbstverständlich – nicht, sich den Dreck selbst einzuwerfen? Dann empfehlen wir Earl, seines Zeichens virtuelles Auge, um die Rauschzustände und fatalen Folgen von Haschisch, Koks oder Ecstasy in Erfahrung zu bringen.
Je mehr man dabei dem armen Ding einflößt, umso heftiger werden die Reaktionen. Diese wiederum werden von einer sympathischen, männlichen Stimme genauer erläutert. Was mit Earl so alles geschieht, kann einem wirklich leid tun. Er spult sich jedoch aus gutem Grund in andere Gefilde.

Das Versuchkanin… äh -auge Earl wurde für das Projekt „Xperiment“ des Canadian Centre on Substance Abuse (CCSA) entwickelt und soll der Drogenprävention für Jugendliche dienen. Das grafische Design sowie der interaktive Mix aus passiv-aktiven „Drogenkonsum“ und diverser Minigames – wie beispielsweise das Wiederbeleben von Earl mittels Defibrillators nach einer Überdosis Kokain - macht dabei richtig Spaß. Ein guter Aufhänger also, um abgebrühte Kids in den Bann zu ziehen und im selben Zug (Huch, wie zweideutig!) aufzuklären.
Die Website ist ganz klar auch ohne Drogenerfahrungen einen Besuch wert. Aber Vorsicht: Es besteht Suchtgefahr! Jedoch ganz ohne bedenkliche Nebenwirkungen.
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Eine gute Idee das Ganze, und ein gutes Beispiel dafür, was mit Flash-Animationen heute alles möglich ist - aber vielleicht hätte man statt eines bloßen Auges doch lieber eine ganze Figur darstellen sollen … denn spätestens, wenn das Auge sich erbricht, kommt es eher comichaft-lustig als aufklärend-abschreckend rüber …