Gutes tun kann so gut tun
August 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhaltenStellen Sie sich vor, ein niedliches Kind mit großen Kulleraugen steht hungrig vor Ihnen, schaut sehnsüchtig auf seinen sauberen, aber leeren Teller in der Hand und wartet darauf, dass Sie – genau Sie – ihm ein leckeres Gericht auftragen. Könnten Sie da „Nein“ sagen? Gut, die Kinderhasser unter Ihnen mögen dies bejahen, aber jeder Mensch mit einem Fitzelchen Herz wird bei diesem Anblick mit Sicherheit weich. Auf den Gedanken kamen wohl auch ein paar findige Leute bei der Düsseldorfer Kindertafel und setzten diese steinerweichende Momentaufnahme in ihrer Web-Aktion „Spende ein Essen“ visuell – und vor allem – interaktiv um.
Anschaulichkeit ist das Zauberwort! Ist es sonst nur schwer vorstellbar, was konkret mit der eigenen Spende geschieht, wird auf dieser Webpräsenz kein Hickhack darum gemacht. Per „Drag and Drop“ kann die oben beschriebene Gefühlsregung am eigenen Leib erfahren werden. Und wenn die Kinder mit gefülltem Teller glücklich lächelnd abtreten, wünscht man sich fast schon selbst Kinder. Na gut, jetzt nicht übertreiben.

Die knallharte Botschaft hinter den zarten Kindergesichtern lautet jedenfalls: Dank einer kleinen Spende erhalten zahlreiche bedürftige Kinder eine nahrhafte und notwendige Mahlzeit. Und niemand muss sich dafür eine Zacke aus der Krone brechen.
Schlichtweg fabelhaft und wirkungsvoll zugleich: mein schlechtes Gewissen kratzte stante pede als ich die Seite nach ersten Recherchen ohne zu spenden geschlossen habe. Asche auf mein Haupt – ich hole es nach. Versprochen!
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