Wenn Juwelen fliegen könnten …
September 2009 | Meinung von Claudia Morgenstern | Neue Artikel per Mail erhalten… dann käme die Idee von Fabergé. Aber von vorne, denn unsere Geschichte beginnt wie folgt: Zwei kleine Häschen begleiten einen kristallinen Tropfen auf seiner Reise durch eine pastellig angehauchte Tintenwelt mit lauter niedlichen Vertretern der Flora und Fauna. Als der Tropfen sich schließlich in einem Blütenkelch niederlässt, hat er sein Ziel nach einem (wirklich sehr) langen Weg endlich erreicht.
Klingt wie ein Trailer eines neuen Zeichentrickfilms für Kinder? Möööp – falsch! So märchenhaft gestaltet sich das Intro der neuen Webpräsenz der russischen Juwelierschmiede, die vor allem durch ihre funkelnden Zareneier bekannt wurde. Doch nicht nur das Intro spiegelt eine verspielte, wenn nicht gar kitschige, Zauberwelt wider. Auch der Rest der Homepage ist wie ein Blick durch die rosarote Brille von klein Lieselotte. In einer pastellfarbenen Wolke aus Tüll, mit orientalischen Motiven und Blüten aus hauchdünnem Pergamentpapier entführt Fabergé seine Kunden in eine entrückte, wattierte Welt voller Luxus und Eleganz.

Auch wenn es dem ein oder anderen zu kitschig sein mag, wir finden die grafische Umsetzung der Produktpräsentation gut gelungen und die Motive im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaft. Das glamouröse Image des Schmuckhauses wird durch diese Präsenz zumindest adäquat unterstrichen. Es heißt nicht umsonst: wie man sich bettet, so liegt man – hier eben in einer himmlischen, magisch anmutenden Zauberwolke ganz nach dem pompös-dekadenten Geschmack des russischen Geldadels.


Web Lounge

