Jaja, so lila-weiß tickt die UNIQLOCK
Juli 2008 | Meinung von Martin Opitz | Neue Artikel per Mail erhaltenNachdem ich es endlich geschafft habe mich von dem, für japanische Medien üblichen, farbintensiven Bildwechsel zu erholen, stelle ich euch den Webauftritt von UNIQLO einmal vor. Das fernstliche Modelabel hat sich etwas einfallen lassen, um seine Klamotten stilvoll in Szene zu setzen.
Ein lila Bildschirm erscheint. In dessen Mitte eine Uhr, die die tokioter Zeit zeigt - die UNIQLOCK. Die Hintergrundfarbe wechselt im Sekundentakt zwischen weiss und lila hin und her, mit alternierenden Übergängen. Dann plötzlich, 5 Sekunden später: Vier junge Japanerinnen schweben grazil durchs Bild. Bevor man versteht was passiert ist, wieder die Uhr. Alles unterlegt mit einer hektischen und nicht wenig aufdringlichen Musik.
Ich habe mir den Spot 3 Minuten angesehen. Danach brauchte es weitere 2 Minuten um meine zuckenden Augen wieder zum Stillstand zu bringen. Erst dann verstand ich, dass die Springmäuse auf eine innovative Art und Weise die neue Kollektion von UNIQLO vorstellen. Erfrischend, wie ich finde, aber für meine phlegmatische Grundhaltung leider viel zu stressig.
Abhilfe schaffen: Wenn man den Rythmus ersteinmal raus hat, kann man seine Augen immer wenn die Uhr kommt verschließen und nur öffnen wenn die Tanzeinlagen erscheinen. Damit umgeht man viele graue Haare.
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