Die Queen macht jetzt auf Web
Februar 2009 | Meinung von Sylvia Rassler | Neue Artikel per Mail erhalten
Virtually charming. Obama macht’s, der Papst reiht sich schnell ein und auch die Queen tanzt wieder ganz vorne in der Online-Polonaise der Mächtigen mit. Am 12.Februar fand die feierliche Zelebrierung des Re-Launches der majestätischen Website im Buckingham Palast statt. Mit von der super Tea-Party war auch World-Wide-Web-Erfinder Sir Tim Berners-Lee. Mit eigenem “The Royal”-Channel bei YouTube wurde der Re-Launch auch filmisch dokumentiert.
Die Website gibt uns nicht nur Einblicke in die stylische Garderobe der Queen, sondern bietet noch andere (digitale) Schmankerl in Form von spektakulären 360°-Ansichten der königlichen Residenzen. Außerdem können Besucher den ersten pubertären Reden der heutigen Königin lauschen, ein kleiner Hauch von gestern, und dennoch scheint alles neu und frisch: etliche YouTube-Videos zeigen Ihro Gnaden auf Stippvisite in einer Schule in Norfolk oder zu Besuch bei Google in London. In voller Montur kommt sie daher, die virtuelle Queen: fesches Design, knackige Farben, moderne Widgets und jede Menge anderes Material zum sehen und staunen. Ein Paradies für Queen Elizabeth-Fans und Klatschkolumnisten, die auch die neue “Royal Animals”-Rubrik begeistern wird. Ein wenig verloren glaubt man sich allerdings schon in diesem Meer an Informationen.
Man kann wohl kaum sagen, dass die Website verstaubt oder altmodisch wäre. Die Queen scheint nicht nur im britischen Königreich das Zepter in der Hand zu halten. Congratulations, your majesty: Und falls Sie nun auch noch dem Bloggen verfallen, dann dürfen Sie sich jederzeit gern hier bei uns austoben. In diesem Sinne: Long live the Queen.
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