Leck mich!
Juli 2008 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhaltenEtwas mehr Contenance? Ach was, mit diesem Claim wurde 1993 dem spanischen Lutscher hierzulande der Weg zum Marktführer in Sachen zahnfeindliche Süßstoffnuckelei geebnet. Und was die nicht alles im Programm hatten: Tuningartikel wie den “Pen Pop” (Kugelschreiberlolly) oder den “Turbo Space Leck”, ein grandioses Lutschaggregat mit 0,5-Watt-Außenborder (leider ohne Drehzahlmesser).
Die Schmiede hat also einiges aus der nunmehr 50-jährigen Firmengeschichte vorzuweisen und feiert das Jubiläum dementsprechend mit einer extra zu diesem Anlass gelaunchten Website. Die - wie sollte es anders sein - zunächst erst mal sehr bonbonfarben daherkommt und designmäßig doch sehr an Jimi Hendrix’ Ornamentorgien auf diversen Gitarrenmodellen erinnert.
Mit Hilfe eines Lollystiels navigiert man sich dann durch zeitgeschichtliche Eckdaten der letzten fünf Dekaden und, tja, was soll ich sagen Freunde, das wird alles schon äußerst nett präsentiert. Ob Mauerfall, Star Wars oder Humangenetik - alles dabei. Dazu noch die obligatorischen Querverweise auf die Firmengeschichte und die eigentliche Webpräsenz, schon ist das zweiminütige Bildungsfernsehen fertig. “Erfrischende Idee” sagt man dazu, zumal der angepeilten jüngeren Zielgruppe damit ein recht unterhaltsamer Einstieg in die letzten 50 Jahre Kulturgeschichte gegeben wird. Nicht mehr und nicht weniger.
PS/Abteilung “kann-man-ja-mal-wissen”: 1995 lutschte man die bunten Kugeln sogar auf der Raumstation Mir. So viel dazu.
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vortreffliche überschrift.
chupa chups kaue ich seit kindheit. lecka