Elektrische Schafe
April 2009 | Meinung von Joerg Petzold | Neue Artikel per Mail erhalten
Von denen träumen seit Philip K. Dick ja auch Androiden sehr gerne. Nur mit dem Unterschied, dass es dort um fiktionale Dimensionen ging. Das hier ist aber, leider, bitterer Realitätsernst, der beim Konzept anfängt und bei einem, mit Verlaub, äußerst witzbefreiten Domainnamen noch nicht längst nicht aufhört.
1. Lebewesen über das Netz zu vermitteln. Ok, Zeitungsinserate sind auch nichts anderes. Ob allerdings bei einen derzeitigen Datenbestand von 35.174 Inseraten in jeden Fall die vollkommene Seriosität alles Inserenten gewährleistet werden kann, wage ich ganz sanft anzuzweifeln.
2. Das Portal wird von Ashampoo betrieben. Und die machen bekanntlich in Software und stellen also in erster Linie lediglich einen Online-Marktplatz zur Verfügung. Markt ist das eine, Tier- und Artenschutz das andere. Die sich nicht in jedem Fall gut verstehen müssen. Auf der anderen Seite: Nach deutscher Rechtssprechung ist ein Tier ein Handelsobjekt und kein Individuum. Daher kann ein Tier beispielsweise auch nicht entführt, sondern nur gestohlen werden. Kurios geht anders.
3. Mal ehrlich, “enimal.de”? Elektrische Tiere? Bei mir bleibt da jedenfalls das Lachen im Hals. Aber sowas von.
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