1:0 für die lila Kuh
Dezember 2009 | Meinung von Katja Kretschmar | Neue Artikel per Mail erhalten
Sich gesund zu ernähren ist ja heutzutage eine Riesensache. Irgendwie möchte es jeder, aber es fehlt an allen Ecken und Enden: das Wissen darüber, was nun eigentlich an welchen Produkten gesund ist. Denn wer kann schon wirklich mit absoluter Sicherheit sagen, was in seinem Futter alles drin steckt. – Im Moment wird ja mit Hochdruck daran gearbeitet, Nahrungsmittelangaben transparenter zu gestalten, damit vielleicht irgendwann auch in Berlin Marzahn bekannt ist, dass die Yogurette gar keine Erdbeeren enthält. Und Selbige als „Die Leichte“ unter den Schokis sogar mehr Kalorien und Fett als beispielsweise die Milka Vollmilch- schokolade mitbringt.

Wohl auch deshalb prescht Milka nun einfach mal nach vorn und macht Nägel mit Köpfen: Auf seiner „Schokoladen-Seite“ im World Wide Web schreibt das Unternehmen komplette Nährwertangaben seiner Schokoladen direkt unter die Werbung jeder einzelnen Tafel. So offensichtlich ist das, dass gar nicht übersehen werden kann, was man sich antut, wenn man betreffende Tafel zu sich nimmt. Die 520 Kalorien pro 100 Gramm feinster Dijon-Senf-auf-Heidelbeer-Jogurtbett-mit-zartem-Knoblauch-Aroma-Schokolade springen einem also nicht nur förmlich auf die Hüften, sondern vorher noch schnell ins Auge. So kann niemand mehr behaupten, dass er es nicht gewusst hat, wenn Hose oder Rock nicht mehr so richtig passen wollen! Bei Milka werden also keine Elefanten mehr als Kühe verkauft. Recht so!
Und apropos Elefanten und Kühe: unbedingt hier vorbeischauen.
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